Datenbank kostenlos erstellen: 3 Tools im Vergleich
In diesem Artikel erfährst du, welche kostenfreien Programme du für die Erstellung deiner Datenbank verwenden kannst
- Was ist ein Datenbank-Management-Tool?
- Welche Arten von Datenbanken gibt es?
- Open-Source-Datenbanken vs. kommerzielle Datenbanken
- Das sind die besten kostenlosen Datenbank Tools
- Fazit: Die passende Basis für deine kostenlose Datenbank
- Datenbank-Management-Systeme (DBMS) sind essenziell für die sichere Speicherung, Verwaltung und Wiederherstellung wachsender Datenmengen.
- Die Software bietet zentrale Schnittstellen für Backups, Sicherheitsrichtlinien und die Verwaltung verteilter Datenbestände.
- Open-Source-Lösungen bieten Flexibilität zum Nulltarif, während kommerzielle Systeme durch professionellen Support und höhere Sicherheit punkten.
- Vorgestellt werden drei dauerhaft kostenlose Datenbank-Lösungen: die Open-Source-Systeme MySQL und PostgreSQL sowie die kostenlose Express Edition von Microsoft SQL Server.
- Die Wahl des passenden Systems richtet sich nach dem spezifischen Bedarf, von einfachen Web-Projekten bis hin zu anspruchsvollen Anwendungen mit komplexen Datenstrukturen.
Was ist ein Datenbank-Management-Tool?
- Speichern und Abfragen von Daten unter Sicherheitsmaßnahmen: Du konfigurierst Benutzerkonten, legst Zugriffsrichtlinien fest und machst die Daten so weniger anfällig für Sicherheitsverletzungen.
- Vereinfachung des Backup-Prozesses über ein unkompliziertes Interface, inklusive der Möglichkeit, Backups an Drittanbieter-Standorte wie Cloud-Speicher zu verschieben.
- Zentrale Ansicht von Datenbanken, die über mehrere Standorte verteilt sind, verwaltbar über eine einzige Schnittstelle.
- Recovery-Plattform zur vollständigen oder teilweisen Wiederherstellung in einen vorherigen Zustand.
Welche Arten von Datenbanken gibt es?
Datenbanktypen im Überblick
Hierarchische Datenbanken
Stammbaumähnlicher Aufbau für schnelle Abfragezeiten.
Ursprünglich in den 1960er-Jahren entwickelt, ähneln hierarchische Datenbanken einem Stammbaum. Der Aufbau besteht aus einem einzelnen Objekt und einem oder mehreren darunter liegenden Objekten. Trotz der starren und komplexen Struktur bieten hierarchische Datenbanken eine kurze Abfragezeit. Windows Registry ist ein bekanntes Beispiel für eine hierarchische Datenbank.
Relationale Datenbanken
Tabellen mit SQL-Verbindungen für strukturierte Daten.
Relationale Datenbanken (RDBMS), in den 1970er-Jahren entwickelt, verwenden die Structured-Query-Language (SQL) für Vorgänge wie das Erstellen, Lesen, Aktualisieren und Löschen von Daten. Sie speichern Informationen in separaten Tabellen, die durch Fremdschlüssel miteinander verbunden werden können. MySQL und Oracle sind Beispiele.
Nicht-relationale Datenbanken (NoSQL)
Flexibel, skalierbar und schemaunabhängig für komplexe Webanwendungen.
Auch unter der Bezeichnung NoSQL bekannt, umfassen sie alle Datenbanken, die kein relationales Modell verwenden. Sie sind die Antwort auf immer komplexere Webanwendungen und speichern Informationen auf unterschiedliche Weise:
- Dokumenten-Datenbanken: Speichern Daten in strukturierten Dokumenten (z.B. MongoDB).
- Key-Value-Format: Bildet ein Attribut auf seinen Wert ab (z.B. Redis für Eins-zu-eins-Beziehungen).
- Grafen-Datenspeicher: Verwenden Knoten für Objekte und Kanten für Beziehungen (z.B. Neo4j).
Open-Source-Datenbanken vs. kommerzielle Datenbanken
Das sind die besten kostenlosen Datenbank Tools
Tool | Datenbanktyp | Geeignet für |
|---|---|---|
MySQL | Relational | Web-Projekte mit bewährter SQL-Datenbank |
PostgreSQL | Objektrelational | Komplexe Datenstrukturen und Geodaten |
Microsoft SQL Server | Relational | Kleine Anwendungen im Microsoft-Umfeld |
Die Auswahl der Tools basiert auf unserem OMR Score. Das Ranking wird anhand der durchschnittlichen Bewertung und deren Anzahl bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt. Je mehr positive Stimmen, desto besser spiegelt das Ergebnis die allgemeine Zufriedenheit wider. Dieser Score soll dir bei der Entscheidungsfindung helfen.
1. MySQL
- Relationale SQL-Datenbank unter GPL (Community Edition)
- Plattformübergreifend (Windows, Linux, macOS)
- Große, aktive Open-Source-Community
- MySQL HeatWave für In-Memory-Analytics in der Cloud
- Cloud- und On-Premise-Deployment
- Replikation und Clustering
- Breite Tool- und Framework-Unterstützung
- Optionale Enterprise-Editionen mit Zusatzfunktionen
Stärken | Schwächen |
|---|---|
Sehr großes Ökosystem und breite Verbreitung | Einige erweiterte Funktionen nur in kostenpflichtigen Editionen |
Dauerhaft kostenlos als Open Source | Feinabstimmung erfordert Datenbank-Know-how |
Plattformübergreifend und gut dokumentiert | Bei sehr komplexen Abfragen weniger flexibel als PostgreSQL |
2. PostgreSQL
- Objektrelationales SQL-Datenbanksystem (Open Source)
- ACID-konform seit 2001
- Plattformübergreifend
- Erweiterbar über Add-ons wie PostGIS für Geodaten
- Breite Datentyp-Unterstützung
- Erweiterte Indizierung für mehr Performance
- Feingranulare Zugriffskontrolle
- Lizenzfrei, auch für kommerzielle Produkte
Stärken | Schwächen |
|---|---|
Vollständig kostenlos und lizenzfrei | Steilere Lernkurve für Einsteiger*innen |
Sehr funktionsreich und erweiterbar (z.B. PostGIS) | Höherer Ressourcenbedarf als schlanke Alternativen |
Hohe Datenintegrität durch ACID-Konformität | Einrichtung und Wartung liegen in eigener Hand |
3. Microsoft SQL Server
- Relationale Datenbank-Engine mit T-SQL
- Kostenlose Express Edition, dauerhaft und produktiv nutzbar
- Cross-Plattform: Windows, Linux und Container
- Integrierte Analyse- und Reporting-Funktionen
- Datenschutz- und Monitoring-Funktionen
- Hohe Skalierbarkeit in den kostenpflichtigen Editionen
- Enge Integration ins Microsoft- und Azure-Ökosystem