Datenbank kostenlos erstellen: 3 Tools im Vergleich

Tim Fischer28.5.2026

In diesem Artikel erfährst du, welche kostenfreien Programme du für die Erstellung deiner Datenbank verwenden kannst

Inhalt
  1. Was ist ein Datenbank-Management-Tool?
  2. Welche Arten von Datenbanken gibt es?
  3. Open-Source-Datenbanken vs. kommerzielle Datenbanken
  4. Das sind die besten kostenlosen Datenbank Tools
  5. Fazit: Die passende Basis für deine kostenlose Datenbank
Daten gehören zu den wertvollsten Ressourcen unserer Zeit. Unternehmen aller Branchen nutzen sie, um ihre Nutzer*innen, Kund*innen und den Markt besser zu verstehen. Mit wachsenden Datenmengen wird ein zuverlässiges Datenbank-Management-System immer wichtiger, denn es ermöglicht dir die effektive Verwaltung deiner Daten.
In diesem Artikel erfährst du, welche Funktionen Datenbank-Management-Tools bieten, wo die Unterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Lösungen liegen und welche kostenfreien Programme du für deine Datenbank nutzen kannst.
Das Wichtigste in Kürze
  • Datenbank-Management-Systeme (DBMS) sind essenziell für die sichere Speicherung, Verwaltung und Wiederherstellung wachsender Datenmengen.
  • Die Software bietet zentrale Schnittstellen für Backups, Sicherheitsrichtlinien und die Verwaltung verteilter Datenbestände.
  • Open-Source-Lösungen bieten Flexibilität zum Nulltarif, während kommerzielle Systeme durch professionellen Support und höhere Sicherheit punkten.
  • Vorgestellt werden drei dauerhaft kostenlose Datenbank-Lösungen: die Open-Source-Systeme MySQL und PostgreSQL sowie die kostenlose Express Edition von Microsoft SQL Server.
  • Die Wahl des passenden Systems richtet sich nach dem spezifischen Bedarf, von einfachen Web-Projekten bis hin zu anspruchsvollen Anwendungen mit komplexen Datenstrukturen.

Was ist ein Datenbank-Management-Tool?

Ein Datenbank-Management-System ist eine Softwarelösung zur Verwaltung deiner Daten. Es übernimmt im Wesentlichen vier administrative Aufgaben:
  • Speichern und Abfragen von Daten unter Sicherheitsmaßnahmen: Du konfigurierst Benutzerkonten, legst Zugriffsrichtlinien fest und machst die Daten so weniger anfällig für Sicherheitsverletzungen.
  • Vereinfachung des Backup-Prozesses über ein unkompliziertes Interface, inklusive der Möglichkeit, Backups an Drittanbieter-Standorte wie Cloud-Speicher zu verschieben.
  • Zentrale Ansicht von Datenbanken, die über mehrere Standorte verteilt sind, verwaltbar über eine einzige Schnittstelle.
  • Recovery-Plattform zur vollständigen oder teilweisen Wiederherstellung in einen vorherigen Zustand.

Welche Arten von Datenbanken gibt es?

Heutzutage gibt es diverse Arten von Datenbanken. Im Folgenden findest Du eine Übersicht über die am häufigsten verwendeten Typen:

Datenbanktypen im Überblick

1

Hierarchische Datenbanken

Stammbaumähnlicher Aufbau für schnelle Abfragezeiten.

Ursprünglich in den 1960er-Jahren entwickelt, ähneln hierarchische Datenbanken einem Stammbaum. Der Aufbau besteht aus einem einzelnen Objekt und einem oder mehreren darunter liegenden Objekten. Trotz der starren und komplexen Struktur bieten hierarchische Datenbanken eine kurze Abfragezeit. Windows Registry ist ein bekanntes Beispiel für eine hierarchische Datenbank.


2

Relationale Datenbanken

Tabellen mit SQL-Verbindungen für strukturierte Daten.

Relationale Datenbanken (RDBMS), in den 1970er-Jahren entwickelt, verwenden die Structured-Query-Language (SQL) für Vorgänge wie das Erstellen, Lesen, Aktualisieren und Löschen von Daten. Sie speichern Informationen in separaten Tabellen, die durch Fremdschlüssel miteinander verbunden werden können. MySQL und Oracle sind Beispiele.


3

Nicht-relationale Datenbanken (NoSQL)

Flexibel, skalierbar und schemaunabhängig für komplexe Webanwendungen.

Auch unter der Bezeichnung NoSQL bekannt, umfassen sie alle Datenbanken, die kein relationales Modell verwenden. Sie sind die Antwort auf immer komplexere Webanwendungen und speichern Informationen auf unterschiedliche Weise:

  • Dokumenten-Datenbanken: Speichern Daten in strukturierten Dokumenten (z.B. MongoDB).
  • Key-Value-Format: Bildet ein Attribut auf seinen Wert ab (z.B. Redis für Eins-zu-eins-Beziehungen).
  • Grafen-Datenspeicher: Verwenden Knoten für Objekte und Kanten für Beziehungen (z.B. Neo4j).
NoSQL-Systeme sind schemaunabhängig, können unstrukturierte und halb-strukturierte Daten speichern und verarbeiten, sind leistungsfähig bei großen Datenmengen und besser skalierbar.

Open-Source-Datenbanken vs. kommerzielle Datenbanken

Wenn du eine Datenbank kostenlos erstellen möchtest, sind Open-Source-Datenbanken die richtige Wahl. Ihr Quellcode ist öffentlich zugänglich und kann von der Community eingesehen, verändert und weitergegeben werden. Das bedeutet aber auch: Installation, Updates und Wartung liegen in deiner Hand. Der technische Support ist begrenzt, und durch den offenen Code besteht ein höheres Risiko für Fehlfunktionen.
Kommerzielle Datenbanken sind kostenpflichtig und ausschließlich für kommerzielle Nutzung konzipiert. Nur autorisierte Nutzer*innen können den Code einsehen und modifizieren. Das erhöht die Sicherheit deutlich. Im Gegenzug erhältst du professionellen technischen Support direkt vom Hersteller.

Das sind die besten kostenlosen Datenbank Tools

Tool
Datenbanktyp
Geeignet für
MySQL
Relational
Web-Projekte mit bewährter SQL-Datenbank
PostgreSQL
Objektrelational
Komplexe Datenstrukturen und Geodaten
Microsoft SQL Server
Relational
Kleine Anwendungen im Microsoft-Umfeld
Highlight Box

Die Auswahl der Tools basiert auf unserem OMR Score. Das Ranking wird anhand der durchschnittlichen Bewertung und deren Anzahl bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt. Je mehr positive Stimmen, desto besser spiegelt das Ergebnis die allgemeine Zufriedenheit wider. Dieser Score soll dir bei der Entscheidungsfindung helfen.

1. MySQL

MySQL ist eine der weltweit am weitesten verbreiteten relationalen Open-Source-Datenbanken. Die Community Edition steht unter der GPL und ist dauerhaft kostenlos, auch für den Produktiveinsatz. Sie läuft plattformübergreifend, wird von einer großen Community getragen und bildet das Rückgrat unzähliger Web-Anwendungen.
Features:
  • Relationale SQL-Datenbank unter GPL (Community Edition)
  • Plattformübergreifend (Windows, Linux, macOS)
  • Große, aktive Open-Source-Community
  • MySQL HeatWave für In-Memory-Analytics in der Cloud
  • Cloud- und On-Premise-Deployment
  • Replikation und Clustering
  • Breite Tool- und Framework-Unterstützung
  • Optionale Enterprise-Editionen mit Zusatzfunktionen
Geeignet für: Web-Projekte und Anwendungen, die eine bewährte, breit unterstützte relationale Datenbank zum Nulltarif brauchen.
MySQL Preise: Ab 0,00 EUR. Die Community Edition ist dauerhaft kostenlos unter der GPL. Erweiterte Enterprise-Editionen mit Support, Monitoring und Security-Tools sind kostenpflichtig, ihre Preise kommuniziert Oracle nicht öffentlich.
Das sagen OMR Reviews Bewertungen:
MySQL erhält auf OMR Reviews 4,3 von 5 Sternen aus 10 Bewertungen.
Stärken
Schwächen
Sehr großes Ökosystem und breite Verbreitung
Einige erweiterte Funktionen nur in kostenpflichtigen Editionen
Dauerhaft kostenlos als Open Source
Feinabstimmung erfordert Datenbank-Know-how
Plattformübergreifend und gut dokumentiert
Bei sehr komplexen Abfragen weniger flexibel als PostgreSQL

2. PostgreSQL

PostgreSQL ist ein leistungsfähiges objektrelationales Open-Source-Datenbanksystem. Es ist seit 2001 ACID-konform, läuft auf allen gängigen Betriebssystemen und lässt sich über Erweiterungen wie PostGIS für Geodaten ausbauen. Die PostgreSQL License ist liberal und erlaubt Nutzung, Anpassung und Weitergabe ohne Gebühren, auch kommerziell.
Features:
  • Objektrelationales SQL-Datenbanksystem (Open Source)
  • ACID-konform seit 2001
  • Plattformübergreifend
  • Erweiterbar über Add-ons wie PostGIS für Geodaten
  • Breite Datentyp-Unterstützung
  • Erweiterte Indizierung für mehr Performance
  • Feingranulare Zugriffskontrolle
  • Lizenzfrei, auch für kommerzielle Produkte
Geeignet für: anspruchsvolle Anwendungen mit komplexen Datenstrukturen, Geodaten oder hohen Anforderungen an die Datenintegrität.
PostgreSQL Preise: Ab 0,00 EUR. PostgreSQL ist vollständig kostenlos und lizenzfrei, ohne Limits oder kostenpflichtige Editionen. Kosten entstehen nur bei externen Managed-Angeboten wie Cloud-Hosting, nicht beim Datenbanksystem selbst.
Das sagen OMR Reviews Bewertungen:
PostgreSQL erhält auf OMR Reviews 4,6 von 5 Sternen aus 5 Bewertungen.
Stärken
Schwächen
Vollständig kostenlos und lizenzfrei
Steilere Lernkurve für Einsteiger*innen
Sehr funktionsreich und erweiterbar (z.B. PostGIS)
Höherer Ressourcenbedarf als schlanke Alternativen
Hohe Datenintegrität durch ACID-Konformität
Einrichtung und Wartung liegen in eigener Hand

3. Microsoft SQL Server

Microsoft SQL Server ist Microsofts relationales Datenmanagement- und Analyse-System. Über die kostenlose Express Edition lässt es sich dauerhaft gratis und auch produktiv nutzen, allerdings mit Limits: maximal 10 GB pro Datenbank, rund 1,4 GB Arbeitsspeicher und ein CPU-Sockel. Für kleine Anwendungen im Microsoft-Umfeld reicht das gut aus.
Features:
  • Relationale Datenbank-Engine mit T-SQL
  • Kostenlose Express Edition, dauerhaft und produktiv nutzbar
  • Cross-Plattform: Windows, Linux und Container
  • Integrierte Analyse- und Reporting-Funktionen
  • Datenschutz- und Monitoring-Funktionen
  • Hohe Skalierbarkeit in den kostenpflichtigen Editionen
  • Enge Integration ins Microsoft- und Azure-Ökosystem
Geeignet für: kleine bis mittlere Anwendungen im Microsoft-Umfeld, die eine kostenlose, produktiv nutzbare SQL-Datenbank brauchen.
Microsoft SQL Server Preise: Ab 0,00 EUR. Die Express Edition ist dauerhaft kostenlos, allerdings mit Limits. Die Editionen Standard und Enterprise sind kostenpflichtig und werden pro Core oder über Server plus CAL lizenziert. Die ebenfalls kostenlose Developer Edition bietet den vollen Funktionsumfang, darf aber nur für Entwicklung und Test eingesetzt werden, nicht in der Produktion.
Dein Tool ist noch nicht bei OMR Reviews gelistet? Das kannst du deine Anfrage hier einreichen.

Fazit: Die passende Basis für deine kostenlose Datenbank

Die Wahl des richtigen Tools hängt stark vom Anwendungsfall ab: MySQL ist die bewährte Allzweck-Datenbank für Web-Projekte und kommt dank großer Community und Community Edition ohne Lizenzkosten aus. PostgreSQL spielt seine Stärken bei komplexen Datenstrukturen, Geodaten und hoher Datenintegrität aus und ist komplett lizenzfrei. Microsoft SQL Server ist über die kostenlose Express Edition die naheliegende Wahl im Microsoft-Umfeld, solange die Datenbank die 10-GB-Grenze nicht sprengt. Alle drei Tools lassen sich dauerhaft kostenlos nutzen, um Projekte ohne Budgetrisiko zu starten.
Disclaimer: Alle Preise und Features basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen (Stand: Mai 2026). Änderungen durch die Anbieter sind möglich.
Tim Fischer

Tim ist seit über sechs Jahren als freiberuflicher Journalist und SEO-Autor tätig und schreibt unter anderem für OMR und Netzwelt. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf Themengebieten wie Marketing, B2B-Software sowie Consumer-Tech, die er praxisnah und suchmaschinenoptimiert aufbereitet. Damit vermittelt er Leser*innen Orientierung im digitalen Markt und unterstützt sie dabei, die richtigen Tools und Plattformen auszuwählen.

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